Mancher hat sich in den letzten Wochen wohl gefragt, was denn aus der Idee Victor Kéglis zur Veranschaulichung erinnerungswürdiger Geschehnisse aus der Dorfgeschichte geworden ist. Am vergangenen Sonntag war es dann endlich soweit: Nicht weniger als acht über den Ort verteilte Installationen wurden im Rahmen einer Feierstunde in der Fehsenfeldschen Mühle an die Gemeinde übergeben.
Neben den fünf alternativen Ortsschildern, welche unterschiedliche Erklärungen zur Herkunft des Namens “Martfeld” geben, und der Gedenktafel am Atelier konnten die Projekte “Tante Lottis Geschichten” (LED-Leuchtband), “Der höfliche Eber” (im Gasthof “Kastanie”), “Operettenweg”, “Hauptbahnhof Martfeld”, “Das kleinste Fotomuseum der Welt” und “Friedrich Joloff” abgeschlossen werden. Sie rufen auf sehr subtile und durchaus humorvolle Weise bemerkenswerte Tatsachen, Begebenheiten und Persönlichkeiten aus dem Gemeindeleben der letzten 100 Jahre wieder ins öffentliche Bewusstsein.
Wie der Künstler betonte, ist das Projekt “Martfelder Legenden” auf Fortsetzung angelegt. Zukünftig können sich somit weitere Künstler auf Spurensuche in der Ortschronik und im kollektiven Gedächtnis der Gemeinde begeben und weitere schöne, spannende und skurrile Geschichten zutage fördern. Dadurch kann die Kunst mit dazu beitragen, der Geschichts- und damit auch Gesichtslosigkeit der vom ländlichen Strukturwandel gebeutelten Dörfer entgegenzuwirken.












